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LEBENSMITTEL KLAR KENNZEICHNEN |
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Lebensmittel klar kennzeichnen Edmund Fröhlich, Geschäftsführer der „medinet“ Spessart-Klinik für fettsüchtige Kinder, hat die Pläne von Ernähungsminister Horst Seehofer (CSU) zur Auszeichnung von Nährwertinformationen auf Lebensmittelverpackungen kritisiert. „Bei Kindern und Jugendliche wird dieses Modell keinerlei Akzeptanz finden“, sagte Fröhlich. Seehofer möchte die Verbraucherinformationen und die Wahlfreiheit der Verbraucher in Deutschland verbessern.
Dazu will das Bundesverbraucherministerium einen Leitfaden für erweiterte Nährwertinformationen auf Lebensmittelpackungen und –etiketten entwickeln. Diese sehen vor, dass zukünftig der Brennwert eines Nahrungsmittels sowie dessen Gehalt an Fett, Zucker, gesättigten Fettsäuren und Salz aufgelistet werden. Portionsgrößen sollen außerdem vereinheitlicht werden.
Bereits heute stünden auf vielen Verpackungen Nährwertangaben sagt Fröhlich. „Doch wer liest sie, wer versteht sie?“ fragt er. Den adipösen, oft schon chronisch kranken jungen Menschen helfe dies nichts, zumal viele aus einem „schwierigen“ familiären Umfeld kämen.
Fröhlich fordert stattdessen eine klare und verständliche Lebensmittelkennzeichnung, wie z.B. mit dem „Ampelsystem“, bei dem Nahrungsmittel in eine grüne, gelbe oder rote Nährwertgruppe eingeordnet werden. Davor scheue Seehofer noch zurück. „Vermutlich ist die Lobby der Lebensmittelindustrie stärker als die Patientenlobby“, so Fröhlich.
Nach Ansicht von Experten sind bereits heute zwei Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig, 800 000 von ihnen sogar fettsüchtig.
Kai Doering erstellt am 22.10.2007
Quelle: http://www.vorwaerts.de/magazin/artikel.php?artikel=5987
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Nieder mit der Fettsucht! | Übergewicht und Adipositas bei Kids und Jugendl.
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