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INFORMATION IST DER ERSTE SCHRITT |
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Menschen mit höherer Bildung leiden seltener an Übergewicht als ihre schwach gebildeten Mitbürger. Woran liegt das? Ein Interview.
Die neue Verzehrstudie im Auftrag des Verbraucherministeriums kommt zu vielen bekannten, aber auch zu einigen überraschenden Ergebnissen. Warum sind Jugendliche weniger anfällig für Übergewicht als Erwachsene? Heiner Boeing, Epidemiologe am Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke erklärt, warum die Kennzeichnung von Lebensmitteln wichtig ist und warum Fett nicht süchtig macht. Ein Interview
ZEIT online: Deutsches Essen war schon immer fettig. Warum sind die Menschen heute dicker als früher?
Heiner Boeing: Übergewicht entsteht durch ein Ungleichgewicht zwischen der Aufnahme und dem Bedarf an Nahrungsenergie. Wir können dieses Gleichgewicht steuern, wenn wir weniger essen und uns mehr bewegen. Dadurch könnten wir es schaffen, nicht dicker zu werden. Das erste gesundheitspolitische Ziel sollte daher nicht darin bestehen, die Dicken wieder dünner zu machen, sondern die Dünnen zu befähigen, dünn zu bleiben. Die Energiedichte von Lebensmitteln, zum Beispiel durch einen hohen Fettgehalt, spielt für das Risiko zuzunehmen eine wichtige Rolle.
ZEIT online: Warum sind mehr Männer fettleibig als Frauen?
Boeing: Das liegt möglicherweise an der Alterszusammensetzung in Deutschland. Die Zahlen zum Ausmaß der Fettleibigkeit beschreiben den Bevölkerungsquerschnitt. Männer nehmen zum Beispiel zwischen 35 und 45 Jahren stark zu, während der Anstieg der Fettleibigkeit bei Frauen gleichmäßig mit dem Alter erfolgt. Insgesamt gibt es zwischen Männern und Frauen aber keinen großen Unterschied.
ZEIT online: Angeblich gibt es zu viele dicke Kinder in Deutschland. Laut der heute erschienenen Studie sind Jugendliche aber nicht so dick wie Erwachsene. Kommt das erst später?
Boeing: Wir haben Hinweise, dass aus den dicken Kindern auch dicke Jugendliche werden. Das wächst sich meistens auch nicht aus. Die Pubertät ist aber eine eigenständige Phase und es muss nicht sein, dass wer als Kind dick war, auch als Jugendlicher dick ist. In der Pubertät steigt der Energiebedarf an und wenn man das Essverhalten kontrolliert, wird man nicht so stark an Gewicht zunehmen.
Den ganzen Artikel lesen unter: http://www.zeit.de/online/2008/05/interview-boeing
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Bildungsmangel macht dick
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