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KURIOSA

Malaysia: Body-Mass-Index im Schulzeugnis

Am 18.4.2011 melden die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa

Malaysia: Body-Mass-Index im Schulzeugnis

Morgengymnastik statt Fast Food: Malaysische Schulen sollen verstärkt auf die Gesundheit ihrer Schüler achten

Malaysia rückt dicken Schülern zu Leibe: Künftig sollen Schulzeugnisse den Body-Mass-Index ausweisen, um die Kinder auf ihr Gewicht aufmerksam zu machen. Lehrer müssten die Schüler jetzt regelmäßig wiegen und die Eltern gegebenenfalls auf Übergewichtigkeit hinweisen.

Kuala Lumpur - Schulen in ganz Malaysia sollen künftig den Body-Mass-Index (BMI) in Zeugnissen ausweisen, um die Kinder zum Abnehmen zu bewegen. Die Maßnahme ist Teil eines Programms zur Bekämpfung von Übergewicht. Schulkantinen wurde bereits der Verkauf von Fast Food und sehr zuckerhaltigen Getränken verboten. Gesundheitsminister Liow Tiong Lai kündigte die Maßnahme in einer in malaysischen Zeitungen abgedruckten Rede an.

Der BMI, der Größe und Gewicht berücksichtigt, gibt Auskunft, ob ein Schüler zu dick oder sogar fettleibig ist. Lehrer müssten die Schüler jetzt regelmäßig wiegen, berichtete die Zeitung "New Straits Times". "Wenn das Kind übergewichtig ist, wird der Lehrer den Eltern raten, eine Klinik aufzusuchen", zitierte das Blatt den Gesundheitsminister. Benotet wird der BMI nicht.

Darin sagte der Minister, dass auf den Zeugnissen bald neben den traditionellen Noten auch der Body-Mass-Index der Schüler stehen werde. Anhand dieser Information sollten Eltern entscheiden, ob sie mehr auf die Ernährungsgewohnheiten ihrer Kinder achten müssen. Laut einer Schätzung des Gesundheitsministeriums sind rund ein Viertel der Kinder in Malaysia übergewichtig und mehr als 10 Prozent fettleibig, so viel wie in keinem anderen Land Südostasiens.


Fastfood-Verbot?

Klicken Sie bitte auf den folgenden Link, um die Seite in Ihrem Internet-Browser anzusehen:
http://www.bild.de/BILD/politik/wirtschaft/2010/07/23/gesundheitskosten-fuer-dicke/politiker-fordert-fast-food-verbot.html


Das große Abnehmen

http://www.rtl.de/cms/unterhaltung/tv-programm/real_life/das_grosse_abnehmen


Partys für Übergewichtige

 http://www.ue-100.de/index.php?article_id=1

… jetzt gibt es schon Partys für Übergewichtige, also Ü 100, die auf ihrer Website informieren, sie würden damit
„Projekte unterstützen, die sich für übergewichtige Kinder und Jugendliche einsetzen. Hier vor Ort in Deutschland, damit wir die soziale Verantwortung füreinander nicht ständig anderen überlassen“.


Wann ist man zu dick zum Fliegen?

Wann ist man zu dick zum Fliegen? Dieses Bild veröffentlichte ein Blogger im Internet und entfachte damit erneut die Diskussion über stark übergewichtige Passagiere als Sicherheitsrisiko im Flugzeug. (Foto: flightglobal.com)




Dubai und die VAE kämpfen gegen Diabetes

VON MYRIAM ALEXOWITZ

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen der sich immer mehr verbreitenden Volkskrankheit Diabetes den Kampf ansagen. In Dubai und Abu Dhabi fanden im Zuge des Welt-Diabetes-Tag verschiedene Aktionen zur Eindämmung der Krankheit statt.

Diabetes wird in Dubai zum Problem

Aufgrund schlechter Essgewohnheiten, Bewegungsmangel und Ignoranz ist die Anzahl der Diabeteserkrankten des Typs II in den letzten zwanzig Jahren stetig gewachsen. Laut der World Health Organisation (WHO) leiden mehr als 180 Millionen Menschen weltweit an Diabetes und ihre Anzahl wird sich bis 2030 verdoppeln. Mehr als 50 % der Leute mit Diabetes sind sich ihres Zustands nicht bewusst.

In der Golfregion gibt es inzwischen mehr als 3,5 Millionen Diabetiker. Bereits 19,5 % der Einwohner sind davon betroffen, und man schätzt, dass die Zahl bis 2025 auf 21,9 % steigen wird. Damit hat das Land eine der höchsten Diabetes-Raten weltweit. Die Behandlungskosten dafür gehen in die Millionen. Die Regierungen wollen sich jetzt aus Kostengründen vor allem auf die Prävention konzentrieren. Abdul Razzak Al Madani, Präsident der Emiratischen Diabetes Vereinigung, meint, dass die Länder nun zwischen 6 bis 10 Prozent mehr für den Gesundheitshaushalt ausgeben müssen, um der Krankheit effektiver entgegentreten zu können.

Am 14. November war Welt-Diabetes-Tag. Im Zuge dieses Datums fanden in Abu Dhabi und Dubai verschiedene Kampagnen und Veranstaltungen statt. In Dubai konnten sich die Einwohner im Oasis Centre am 13. und 14. November auf Diabetes kostenlos testen lassen. Des Weiteren gab es einen 3,1 km langen Volkslauf, der morgens am Oasis Centre an der Shaikh Zayed Road begann. Rund 5000 Menschen fanden sich zur Aktion ein. In Abu Dhabi fand der Volkslauf am 20.11. statt und brach mit 10.000 Teilnehmern gegenüber dem Vorjahr den Rekord. Die jährliche Veranstaltung fand 2009 erstmalig auf dem Yas Marina Circuit auf Yas Island statt. Die Läufe sind Teil einer preisgekrönten globalen Kampagne, die ursprünglich vom Imperial College London Diabetes-Zentrum (ICLDC) ins Leben gerufen wurde. Sie soll die Öffentlichkeit für dieses Thema sensibilisieren und die Risiken der Krankheit aufzeigen. Verstärkt wird die Kampagne mit dazugehörigen Plakaten und Schildern an den Straßen sowie täglichen Fernsehberichten und TV-Spots im emiratischen Fernsehen.

Welche Diabetesformen gibt es?

Die vorwiegend am häufigsten vorkommenden Typen sind Diabetes I und II. Daneben gibt es noch einige seltenere Diabetes-Sonderformen und den Schwangerschaftsdiabetes. Der Diabetes Typ I tritt überwiegend bei jungen schlanken Menschen auf. Es ist eine Autoimmunerkrankung genetischen Ursprungs. Hierbei attackiert das körpereigene Immunsystem die Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse, die Insulin produzieren. Dadurch verringert bzw. stoppt die Bauchspeicheldrüse die Insulinproduktion. Der erhöhte Blutzucker karamellisiert den Köper. Die Eiweiße im Körper verbinden sich mit dem Zucker, was die Funktionsweise der Eiweiße derart einschränkt, dass sie irgendwann nicht mehr ordnungsgemäß ihre Aufgaben erfüllen können. Durch extrem hohe oder extrem niedrige Blutzuckerspiegel kann es zu lebensbedrohlichen Situationen mit Bewusstlosigkeit kommen. Die Betroffenen leiden unter großer Müdigkeit, haben ständig Durst und vermehrten Harndrang sowie oft Heißhunger. Diese Form der Zuckerkrankheit ist nicht heilbar. Behandelt wird sie durch tägliches Insulinspritzen oder eine Insulinpumpe, die regelmäßig die notwendige Menge an Insulin abgibt.

Der Diabetes Typ II ist die häufigste auftretende Diabetesform. Ein entscheidender auslösender Faktor der zu Diabetes Typ II führt ist jahrelange Überernährung, die zu Übergewicht führt. Die Betroffenen haben hier - im Gegensatz zum Typ I - keinen Mangel an Insulin, sondern erhöhte Insulinwerte. Der Körper einer Person kann das Insulin nicht ordnungsgemäß mehr verwenden. Die Zellen werden gegenüber dem Insulin unempfindlich. Diese Diabetesform beginnt schleichend und verläuft oft lange Zeit symptomlos. Eigentlich ist Diabetes Typ II traditionell als Altersdiabetes bekannt, aber in den letzten Jahren ist dieser Diabetestyp weltweit schon bei siebenjährigen Kindern zu finden. Adipositas bei Kindern in den VAE und Nachbarstaaten wie Saudi Arabien und Kuwait hat bereits ein alarmierendes Ausmaß angenommen. Doch nicht nur starkes Übergewicht und Fettleibigkeit, sondern auch die Verteilung des Körperfettes spielen eine Rolle. Wer sein Übergewicht vor allem an Bauch und Taille angesammelt hat, gilt als besonders gefährdet. Ein weiterer von Medizinern entdeckter Risikoanzeiger ist das Leberfett. Wer einen hohen Leberfettanteil besitzt trägt ein hohes Risiko ebenfalls an Diabetes und Gefäßschädigungen zu erkranken.

Aus diesem Grunde ist die Früherkennung bzw. die Behandlung des Diabetes besonders wichtig. Richtig festgestellt wird die Erkrankung anhand vom Harnzucker und einem Blutzuckertest. Bei nicht rechtzeitiger Erkennung kann es im Erwachsenenalter zu Schlaganfällen, Nierenversagen, Erblindung, Amputationen und Errektionsstörungen durch die Krankheit kommen. Dem Diabetes Typ II kann im Anfangsstadion der Krankheit eine Umstellung des Lebensstils mit mehr körperlicher Bewegung und eine Reduktion des Übergewichts helfen. Regelmäßige Bewegung kann das Risiko an Diabetes zu erkranken um 58 Prozent senken. In späteren Stadien ist die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckerregulierung erforderlich bzw. eine Insulintherapie.

Die Vereinigten Arabischen Emirate wollen nun schnellst möglich handeln und den Kampf gegen die Krankheit aufnehmen. Dr. Mohammad Farghaly, Leiter der Community Care, Public Health Centers, sagte, die erste Phase der Überprüfung der Dubaier Bevölkerung wurde kürzlich abgeschlossen. Die Mehrheit der Menschen kann die Krankheit durch eine Änderung im Lebensstil verhindern.

Letzte Woche am 18.11. startete das Gesundheitsministerium in Zusammenarbeit mit Johnson & Johnson Corporate Citizenship Trust - Naher Osten eine Multi-Millionen-Dirham Kampagne gegen Diabetes. Der Slogan der Kampagne lautete “Lernen, Verhütung, Kontrolle.“ Im Juvenile Diabetes Education Centre, Healthcare City wurde die für drei Jahre finanzierte Initiative „Gesunde Familie“ vorgestellt. Für das emiratische Gesundheitsministerium ist besonders die Aufklärung und Früherkennung wichtig. Die Dubai Health Authority (DHA) wirbt mit dem Leitspruch “Bildung und Prävention”. Es soll in kommender Zeit in Schulen, Einkaufszentren und Unternehmen große Kampagnen geben. Auch Ärzte und Krankenschwestern sollen im Umgang von Diabetes intensiv geschult werden. Gesundheitsminister Dr. Hanif Hassan sagte, die Menschen können sich darauf verlassen, dass Dubai die beste Behandlung und Diabetes-Vorsorge bereitstellen wird.


Dicker Patient in Tierklinik?

Krankenhaus empfiehlt dickem Patienten Behandlung in Tierklinik

Lesen Sie unter

http://de.news.yahoo.com/1/20091103/thl-krankenhaus-empfiehlt-dickem-patient-5e422d2.html


Marius Müller-Westernhagen "Dicke" (1989)

http://www.youtube.com/watch?v=JkDX7GXHP4o


Harald Schmidt (2007)

http://www.youtube.com/watch?v=aloAHC2kMKM&feature=PlayList&p=519B9D2CCCE5CC20&playnext=1&playnext_from=PL&index=5


Ein-Euro-Jobs zum Abspecken: Hohn oder Chance?

In Flensburg schlägt ein ungewöhnliches Projekt der Arbeitsagentur hohe Wellen: In einem speziellen Programm specken übergewichtige Arbeitslose ab und arbeiten gleichzeitig in einem Ein-Euro-Job für Dicke. Als "Geschmacklosig-keit" und "Stigmatisierung" kritisiert das Erwerbslosen Forum das Projekt. Silke Jahn, Pressesprecherin der Agentur für Arbeit in Flensburg, verteidigt das Angebot: "Die Teilnahme ist freiwillig", so Jahn gegenüber t-online.de. "Niemand wird überfordert." Was halten Sie von dem Ein-Euro-Job für Übergewichtige? Werden die Arbeitslosen damit diskriminiert oder erhalten sie eine Chance?

Arbeiten und abspecken in einem Projekt

Bereits seit April 2008 arbeiten 18 Arbeitslose in dem Flensburger Ein-Euro-Projekt. Rund einen halben Tag lang bauen sie an einem Kletterpark vor den Toren der Stadt, der im Mai dieses Jahres fertig werden soll. Den Rest des Tages haben Sie die Möglichkeiten, an speziellen Angeboten teilzunehmen, wie etwa Ernährungsberatung, Physiotherapie und Walking.
"Bei Ihrem Gewicht fehlen Sie ja zu oft"

Silke Jahn sieht das Projekt als Chance für die Betroffenen und versteht den Wirbel, den es plötzlich darum gibt, gar nicht. "Unsere Aufgabe ist es unter anderem, Vermittlungshemmnisse bei den Arbeitslosen aufzuspüren", so die Pressesprecherin. "Da gab es einige, die aus dem Bewerbungsgespräch kamen und dort zu hören bekommen hatten: ‚Ich hätte Sie ja eingestellt, aber bei Ihrem Gewicht fehlen Sie ja zu oft’"

40 Kilo abgespeckt

Offenbar wird das Projekt gut angenommen. Zwar seien am Anfang einzelne Teilnehmer abgesprungen. Bei denen, die noch dabei sind, sieht Jahn jedoch eine "Begeisterung". "Gerade die Möglichkeit, kostenlos Physiotherapie und Ernährungsberatung nutzen zu können, finden die Teilnehmer gut. Die meisten haben schon abgenommen", so Jahn. "Eine Teilnehmerin sogar 40 Kilo." Nur eins hat das Projekt noch nicht erreicht: Noch hat keiner der Teilnehmer einen regulären Job gefunden.

Quelle: t-online, 19.09.2009


Youtube

http://www.youtube.com/watch?v=0clh4WnWuAY


http://www.youtube.com/watch?v=w19pH0czm-g&feature=related