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SPEZIALKRANKENWAGEN FÜR SCHWERE PATIENTEN
 

Innovation im ASB-Rettungsdienst: Spezialkrankenwagen für schwere Patienten

www. asb-muenchen.de

13.01.2009

Adipositas-Patienten – darunter verstehen Mediziner Menschen mit einem deutlich über dem Durchschnitt der Bevölkerung liegenden Körpergewicht – als Folge zum Teil schwerwiegender Erkrankungen. Die Versorgung dieser Menschen, die oft schon vor dem Eintritt eines Notfalles auf ständige fremde Hilfe angewiesen sind, stellt ein seit Jahren steigendes Problem dar. Spezialkliniken und -abteilungen großer Krankenhäuser nehmen sich dieser Menschen an. Die Frage aber, wie Patienten mit einem Körpergewicht von häufig 250 Kilogramm und mehr schonend und vor allem unter würdigen Umständen in diese Krankenhäuser gebracht werden können, stellte in der Vergangenheit Rettungsdienst und häufig auch die Feuerwehr vor kaum lösbare Probleme. Transporte in Extremfällen auf der Ladefläche von Lastwagen waren keine Seltenheit und stellten – vor allem für die Patienten selbst – extreme, auch psychische Belastungen dar. Nach Jahren der Improvisationen im Rettungsdienst hat der ASB-Regionalverband München/Oberbayern e.V. gehandelt. Seit mehreren Wochen ist ein genau für diesen Zweck konstruierter „Adipositas-Spezialkrankenwagen“ im Einsatz.

Die Integrierten Leitstellen, nicht nur in München, nehmen das Angebot dankbar an. Inzwischen wurde dieses Fahrzeug bereits rund 50 mal angefordert: zur Verlegung von Patienten von Klinik zu Klinik, zu Notfällen, bei denen es um Leben und Tod der Kranken ging, und zu Fahrten, mit denen die Menschen zu oft monatelangen Kuraufenthalten gebracht wurden. Bereits beim ersten Einsatz ging es um den Transport eines etwa 400 Kilogramm schweren Patienten aus der Region München. In der Pressekonferenz am 13. Januar, in der dieser speziell ausgestattete Krankenwagen der Öffentlichkeit vorgestellt wurde, berichtete Herr Kollenberger, Leiter des Rettungsdienstes aus seinem reichhaltigen Erfahrungsschatz. Er bekräftigt vor allem den nun möglich gewordenen menschenwürdigen und komfortablen Transport der Kranken: „Durch entsprechende Vorrichtungen können die Rettungssanitäter die Patienten in das Fahrzeug bringen, ohne im Umfeld großes Aufsehen zu erregen.“ Gerade dies ist Menschen in einer solchen Situation wichtig. Sie möchten nicht der Nachbarschaft zur Schau gestellt werden durch die bisher eher improvisierten Transportmöglichkeiten schwergewichtiger Menschen. Die Trage ist elektronisch heb- und senkbar bis rund 380 kg und kann mit einer Seilwinde über die Fahrzeugrampe sicher in den Krankenwagen gebracht werden. Im üblichen Rettungswagen beträgt die Breite der Trage 65 cm, der Spezialkrankenwagen beinhaltet eine Trage von 1,08 m Breite. Medizintechnische Geräte können nach Bedarf befestigt werden, so dass die Patienten ihren Bedürfnissen entsprechend betreut werden können. Dr. Eduard Höcherl, der Vorsitzende des ASB-Regionalverbandes erläuterte aus der Sicht des Mediziners die Problematik der Adipositas-Patienten. Als Ärztlicher Direktor des Klinikums München-Schwabing verfügt er über eine langjährige Erfahrung bei der Betreuung dieser Menschen. Herr Dr. Höcherl hebt zudem hervor, dass der ASB mit diesem Angebot seinem Bestreben treu bleibt, Probleme zu erkennen, Entwicklungen aufzugreifen und durch entsprechende Dienstleistungen zeitnah und unkompliziert zur Lösung der Missstände beizutragen.


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