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SCHULUNTERSUCHUNG MUSS PFLICHT WERDEN
 

Düsseldorf - Der Gesundheitszustand der Kinder in Deutschland wird nach Einschätzung der Bundesärztekammer (BÄK) immer schlechter. Ärztepräsident Jörg-Dietrich Hoppe forderte deshalb in der in Düsseldorf erscheinenden „Rheinischen Post“ vom Samstag von der Politik, wieder verpflichtende ärztliche Untersuchungen in der Schule einzuführen. Hoppe verwies auf eine Studie, die auf dem am Dienstag beginnenden Ärztetag in Münster vorgestellt wird. Danach leiden immer mehr Kinder an Wahrnehmungs- oder Konzentrationsstörungen oder versinken in Träumer-Zuständen.

„Während ihrer Schulzeit sollten Kinder drei Mal, Gymnasiasten vier Mal untersucht werden“, sagte Hoppe. So etwas habe es früher schon gegeben. Dabei würden Ärzte Gewicht, Größe und Reifezeichen erfassen und Motorik, Sprech-, Hör- und Sehfähigkeit prüfen. „Hörprobleme sind eine häufige Ursache für Lernprobleme“, sagte der Ärztepräsident. Wenn die Eltern den Schularzt ablehnten, sollten sie verpflichtet werden, einen Arzt ihrer Wahl aufzusuchen, so Hoppe weiter. „Die Kosten für diese Untersuchung sollten die Eltern, anders als die für die Schuluntersuchung, selbst tragen.“ © kna/aerzteblatt.de

http://www.aerzteblatt.de/v4/news/news.asp?id=28452


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