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PRESSESCHAU

Generation Chips

Leiter einer Adipositas-Klinik prägt neuen Begriff zur Fettsucht (Adipositas)
bei Kindern und Jugendlichen

Demographische Zeitbombe tickt

14.11.2006 - 16:07 Uhr



 

Bad Orb (ots) - Die "Generation Chips" ist die Generation, die kränker sein wird als die früheren Generationen und früher sterben wird als ihre Eltern. Den Begriff "Generation Chips" schuf Edmund Fröhlich, Geschäftsführer der medinet Spessart-Klinik Bad Orb in Anspielung auf die fatale Mischung "ungesundes Essen" (KartoffelCHIPS) plus "Com- puterspiele" (MikroCHIPS).

Dabei gehe es nicht darum, Kindern beide Genüsse rigoros zu verbieten, sondern einen verantwortlichen Umgang zu lernen, so Fröhlich. Er warnt vielmehr vor der "katastrophalen" demografischen Entwicklung, die uns in den nächsten Jahrzehnten angesichts der Menge der dicken Kinder, die dann noch dickere Erwachsene werden, bevorsteht.

Nach Einschätzung der deutschen Adipositasgesellschaft sollten bereits heute ein Drittel der erwachsenen Bundesbürger aus medizinischen Gründen abnehmen, weil sie deutlich übergewichtig sind. Wie wird sich dieser Anteil erst noch erhöhen, wenn die "GenerationChips", bei denen bereits 10% als adipös gelten, erst voll imErwachsenenalter steht.
Zur Zeit werden schon heute knapp 5% aller Gesundheitsausgaben lt. Deutscher Adipositasgesellschaft für die Behandlung der Adipositas und ihrer Folgen aufgewendet (siehe: www.adipositas-gesellschaft.de und www.adipositas-hessen.de).

Die Betroffenen - es handelt sich um die Altersgruppe der Mitte der 80er (und später) Geborenen - erkranken früher an den Gelenken (aufgrund der schweren Last), belasten den Kreislauf durch mangelnde Bewegung, haben oft "Alterszucker" und leiden unter sozialer Ausgrenzung, die kontinuierlich in die für das Gesundheitssystem sehr kostspieligen psychosomatischen Erkrankungen überleitet. Zudem haben sie eher Schwierigkeiten beim Lernen und angesichts des unattraktiven Äußeren schlechtere Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

"Die öffentliche Diskussion um magersüchtige Models verdrängt die notwendige Aufmerksamkeit für Fettsucht", sagt Edmund Fröhlich, in dessen Klinik adipöse (=fettsüchtige Kinder) behandelt werden. Fotos von kranken untergewichtigen Models, angereichert mit Bildern gesunder Models seien ein besseres Argument für die Auflage als solche von dicken Teenagern.

Am 16./17. März 2007 findet unter der Schirmherrschaft der Hessischen Sozialministerin die Adipositas-Tagung 2007 in der medinet Spessart-Klinik Bad Orb statt. Die Themen spannen den Bogen von der Ursachenforschung bis zur Bekämpfung.
(weitere Infos www.spessart-klinik.de)

"Wir müssen ein Bewusstsein für diese Kinder und Jugendlichen schaffen, bevor es zu spät ist", sagt Fröhlich mit dem Hinweis darauf, dass bereits jedes fünfte Kind in Deutschland dick sei.


DFV-Familie 5/07

Die Last mit dem Gewicht [292 KB]


gv-praxis 10/2007: Generation Chips ...

gv-praxis 10/2007: Generation Chips und Cross-over Energie tanken:

Die Zahlen sind bekannt: Jedes fünfte Kind und jeder dritte Jugendliche ist in Deutschland mittlerweile übergewichtig. Doch was machen? Wir sprachen mit Edmund Fröhlich, Buchautor und Geschäftsführer der medinet Spessart-Klinik, über die aktuelle Ernährungssituation von Kindern in Deutschland.

Quelle: www.cafe-future.net


Umwelt & Bildung 3/2007

Beitrag lesen [145 KB]


Gastkommentar Zeitschrift Naturheilkunde 4/2007

Gastkommentar Zeitschrift Naturheilkunde 4/2007




ad-hoc-news.de

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Yahoo!

Aktionsplan gegen Übergewicht hilft der "Generation Chips" wenig
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kma-online.de

http://www.kma-online.de/index.php?m=1900&t=1900&c=11818


sueddeutsche.de

http://www.sueddeutsche.de/gesundheit/artikel/957/113844/


fraenkischer-tag.de

Experte: Aktionsplan der Regierung zu vage

10.05.2007

Bad Orb (dpa) - Der von der Bundesregierung beschlossene Aktionsplan gegen Übergewicht ist nach Ansicht des Gesundheitsmanagers Edmund Fröhlich zu wenig konkret und greift zu kurz.

«Wenn dieser Plan vage bleibt, ist die Gefahr hoch, dass sich die Zahl der fettleibigen Kinder verdoppelt», sagte der Geschäftsführer der Spessart-Klinik im hessischen Bad Orb in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur dpa. Das Kabinett hatte am Mittwoch grünes Licht für einen Fünf-Punkte-Aktionsplan gegen Übergewicht und Fettleibigkeit gegeben.

Der Plan der Bundesregierung, dem Übergewicht vorzubeugen, sei im Grundsatz richtig, sagt Fröhlich. Dennoch brauche es konkretere und nachprüfbare Ziele. Zudem brauchten die jetzt schon chronisch kranken Kinder schnell Hilfe. Wie die weit verbreitete musikalische Früherziehung könne er sich eine gesundheitliche Früherziehung vorstellen. «Und wir brauchen mehr verpflichtende Untersuchungen, damit wir gegensteuern können.»

Fachleute gehen davon aus, dass in Deutschland etwa zwei Millionen Kinder und Jugendliche übergewichtig sind, 800 000 davon krankhaft. Rund 1300 Jungen und Mädchen werden pro Jahr in der Spessart-Klinik behandelt, die auf Fettleibigkeit bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert ist. Verschleißerscheinungen durch die Last des Übergewichts machten sich schon in jungen Jahren bemerkbar, ebenso der Alterszucker sowie Herz- und Kreislauferkrankungen, sagte Fröhlich. «Kinder haben oft doppelt so viel Gewicht wie sie haben sollten, wenn sie zu uns kommen», sagte Fröhlich. Einseitige Ernährung und mangelnde Bewegung seien die Hauptursachen für die überzähligen Pfunde des Nachwuchses.


Diabetes-News

http://www.diabetes-news.de/news/nachrichten-2007/fettsucht-alterszucker.htm


gesundheitswirtschaft.info

http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/2580/413
vom 15.05.2007


HR-Online

Link vom 16.05.2007



OnLeben Portal

http://www2.onleben.t-online.de/dyn/c/11/13/20/54/11132054.html


BILDUNGaktuell

http://www.bildungaktuell.at/index.php/schule/2007/generation-chips


Berliner Zeitung

Die bösen Chips
Eltern, die ihr Kind mästen, meinen es nicht einfach zu gut mit ihm - sie schaden dem Kind...

Artikel vom 21.04.2007 lesen


Ärztezeitung.de

Checkups fuer die "Generation Chips"

Wenn man den Zahlen, die bei einer Fachtagung in Bad Orb praesentiert worden sind, Glauben schenken darf, sind wir nicht auf dem Weg in die Adipositasgesellschaft, sondern bereits mittendrin.

Lesen Sie weiter unter:

http://www.aerztezeitung.de/docs/2007/03/29/059a0204.asp

29.03.2007


Stern

"Es geht nicht um Ästhetik"

Quelle:
http://www.stern.de/wissenschaft/ernaehrung/586844.html?eid=582962&nv=sml

Er ist der Chef einer renommierten Fachklinik für fettsüchtige Kinder und Autor des Buches "Generation Chips". Im stern.de-Interview erläutert Edmund Fröhlich, warum Übergewicht bereits heute ein gesellschaftliches Problem ist und was Prävention ändern könnte.



"Die Wohlstandsgesellschaft ist gefährlicher als jeder Krankheitserreger", schreiben Sie in Ihrem Buch "Generation Chips". Das müssen Sie erklären!

Ich vergleiche das mal mit der Vogelgrippe: Um dieses Thema gab es eine riesige Aufregung, obwohl nur wenige Menschen weltweit tatsächlich erkrankten. Beim Übergewicht, das ja durch unsere Wohlstandsgesellschaft ausgelöst wird, sieht die Sache ganz anders aus. Allein in Deutschland haben wir bereits heute 800.000 fettsüchtige Kinder und Jugendliche - eine gigantische Zahl. Jedes zehnte Kind ist adipös, jedes fünfte übergewichtig. Und trotzdem ist noch nicht im öffentlichen Bewusstsein angekommen, vor welch riesigem gesellschaftlichen Problem wir stehen.


Dicke Kinder gab es aber doch auch früher schon.

In der medinet Spessart-Klinik Bad Orb behandeln wir seit rund 30 Jahren adipöse Kinder und Jugendliche. Doch während sie früher mit 20 Kilo Übergewicht zu uns kamen, wiegen sie heute nicht selten 40 oder 50 Kilo mehr, als gesund wäre - eine bedenkliche Entwicklung. Schon heute haben viele der 40- bis 80-Jährigen mit ihrem Gewicht zu kämpfen. Die deutschen Männer sind Europameister im Übergewicht, zwei Drittel sind zu dick! Und das, obwohl nicht wenige von ihnen die entbehrungsreichen Kriegs- und Nachkriegsjahre erlebt haben. Da frage ich mich: Was soll erst werden, wenn die jetzt schon übergewichtige "Generation Chips" älter wird? Hier tickt eine demografische Zeitbombe.


Auf welche Herausforderungen muss sich die Gesellschaft einstellen?

Viele Menschen sind sich gar nicht im Klaren darüber, welch dramatische Folgen Übergewicht für die Gesundheit haben kann. Es geht hier nicht um Ästhetik! Die Kinder, die in unsere Klinik überwiesen werden, kommen vom Orthopäden, vom Internisten, vom Kardiologen. Sie kommen, weil ihre Knie nicht mehr mitmachen oder ihre Bandscheiben, weil sie an Diabetes leiden. Nicht etwa an Diabetes Typ 1, dem sogenannten Jugenddiabetes, sondern an Alterszucker, also Typ-2-Diabetes. Sie kommen also erst, wenn's weh tut - körperlich oder auch psychisch: wenn sie verspottet oder gehänselt werden.

In Ihrem Buch kritisieren Sie, in Deutschland werde nicht genug getan, um Übergewicht vorzubeugen. Welche konkreten Vorschläge haben Sie?
Konsequenterweise müsste man mit der Prävention im Schulunterricht anfangen: Nur dort kann man alle Kinder erreichen, vor allem auch die sozial Schwächeren, die besonders von Übergewicht betroffen sind. Hier sind die Politiker gefragt: Gesundheitserziehung muss Schulfach werden.

Wie könnte dieser Unterricht aufgebaut sein?
Aus unserer Klinik-Arbeit wissen wir: Es bringt nichts, einem Kind Dinge zu verbieten. Und man erreicht auch nichts, wenn man sagt: "Du musst das jetzt machen, damit du in 30 Jahren nicht krank wirst". Gesundheitserziehung sollte spielerisch sein, Spaß machen. Bei uns lernen die Kinder einkaufen, kochen und essen. Und wir vermitteln Zusammenhänge: Wie sind Lebensmittel aufgebaut, wo kommen sie her, wie nehmen wir sie sinnlich wahr?

Wie funktioniert das konkret?
Zur Therapie gehört etwa ein Parcours der Sinne. Da können die Kinder unter anderem mit verbundenen Augen an einem Apfel riechen. Und was sagen sie? "Das riecht nach Apfelshampoo." Apfelshampoo! Da kommen manche gar nicht auf die Idee, dass das ein Apfel sein könnte! Weil sie noch nie einen gegessen haben.

Auch bei der Bewegung haben viele Kinder Defizite.
Kein Wunder: Sport ist das Schulfach, das am häufigsten ausfällt: Im Schnitt fällt eine von zwei Sportstunden aus. Hier sind Ganztagsschulen mit ihren Sportangeboten nach Unterrichtsschluss sicher eine Möglichkeit, die Probleme besser in den Griff zu bekommen. Zumal man in der Ganztagsschule auch Einfluss nehmen kann auf die Ernährung der Kinder. Das bedeutet natürlich, dass man mehr anbieten muss als Schokoriegel und Softdrinks am Schulkiosk.

Stichwort Schokoriegel: Was kann die Lebensmittelindustrie dagegen tun, dass sich Übergewicht wie eine Epidemie in der Bevölkerung ausbreitet?
Am besten wäre es natürlich, schlechte Produkte vom Markt zu nehmen - aber das wird wohl ein frommer Wunsch bleiben müssen. Aber zumindest die transparente und verständliche Kennzeichnung von Lebensmitteln wäre ein großer Schritt nach vorn.
Wie können Ärzte helfen?
Zunächst müsste man dafür sorgen, dass Kinder und Jugendliche regelmäßig zum Arzt gehen. Bisher finden Pflicht-Untersuchungen ja nur bei und nach der Geburt sowie bei der Einschulung statt. Gerade Jugendliche gehen oft jahrelang nicht zum Arzt.

Für Aufsehen sorgte kürzlich der Fall eines acht Jahre alten englischen Jungen, der 99 Kilo wiegt. Er sollte seiner Mutter weggenommen werden, weil sie nicht mit ihm zur Gesundheitsberatung gehen wollte. Was halten Sie davon?
Ein solcher Schritt sollte zwar die Ultima Ratio sein, aber in extremen Fällen wie diesem wäre er sicherlich gerechtfertigt. Wenn Eltern ihr fettsüchtiges Kind trotz der Ansprache von Lehrern und Ärzten nicht kompetent behandeln lassen, ist das - je nach Schweregrad und Uneinsichtigkeit - eine Form von Vernachlässigung oder unterlassener Hilfeleistung und damit ein Straftatbestand.

Interview: Angelika Unger 16.04.2007


ORF

ORF 1 Ernährungsschwerpunkt am 15.3.2007
Übergewicht bei Kindern nimmt zu

Audio
Länge: 3:15 min
Ö1 Mittagsjournal - Barbara Daser
Schwuppdiwupp 350 Kilokalorien liefert eine Jause aus Schokoriegel und einem Glas Saft. Immer mehr Kinder naschen sich Pausbacken und Schwabbelbauch mit Pizza, Schweinbraten und Chips an. Diese Kinder einer Wiener Volksschule sind übrigens sehr schlank. Dennoch: Pizza, Chips, Schoko haben bei 30 Prozent der Buben und 42 Prozent der Mädchen zu Übergewicht geführt. Österreichs Nachwuchs legt seit Jahren zu, sagt der Sozialmediziner Michael Kunze von der Medizinischen Universität Wien: bei Schülern ist das Problem im Osten größer, betroffen sind vor allem Buben.

Weichen für später gestellt
Kinder spüren körperlich noch nicht unbedingt Schäden aufgrund des Übergewichts, sagt Karl Zwiauer, Leiter der Kinder- und Jugendabteilung am Landesklinikum St.Pölten - legen aber Grundsteine für Zivilisationskrankheiten im Erwachsenenalter. Starkes Übergewicht kann später Diabetes bringen, Bluthochdruck, erhöhte Bluttfettwerte und damit verbunden ein höheres Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Nicht zu vergessen Gelenksleiden, psychische Probleme und Depressionen. Der Mediziner hilft seit 26 Jahren Kindern und Jugendlichen beim Abnehmen. Er sagt, mit 13, 14 Jahren werden sich die Kinder erst bewusst, dass sie zu dick sind, und dass sie etwa deshalb keine Lehrstelle finden.

Zu wenig Bewegung im Überfluss
Psyche, Schulstress, Elternzwist - all das sieht der niederösterreichische Kinderfacharzt NICHT als gravierenden Grund für den gewichtigen Nachwuchs. Sondern: Wir leben im Schlaraffenland und bewegen uns kaum. Es ist ein gesellschaftliches Problem, sagt Zwiauer. Wir haben den Kindern eine Umwelt geschaffen, wo es schwer ist normalgewichtig zu bleiben.

"Generation Chips" - Kartoffel und Computer
Das neue Buch "Generation Chips" macht die Kombination aus ungesundem Essen und Computerspielen - also "Kartoffelchips" und "Computerchips"- verantwortlich; wobei PC-Spiele auch als Synonym für zu wenig Bewegung zu verstehen sind.

Adipositas genetisch bedingt
Die Genetik bringt die Psychologin Elisabeth Ardelt Gattinger von der Universität Salzburg ins Spiel: Adipositas, das extreme und krankhafte Übergewicht, sei keine Ess-Störung, sondern eine chronische Krankheit und zu einem gewissen Teil genetisch bedingt, meint die Psychologin.

Keine Süß-Limonaden, mehr Mischkost
Wird unsere Zukunft also noch üppiger? Als Gegenstrategien werden beispielsweise Werbeverbote für Süßes und Knabbereien diskutiert, eine Fettsteuer oder das Verkaufsverbot von Limonade an Schulen.

Und stattdessen - was brauchen Kinder am Frühstückstisch, im Jausensackerl, am Mittagsteller? Abwechslungsreiche Mischkost, rät der Kinderfacharzt, und vor allem Freude am Essen. So einfach das Rezept, so schwer oft das Nachkochen.

Links:
themenschwerpunkt.orf.at
Ö1 Highlights


Sat1

Unsere Kinder und Jugendlichen werden immer fetter, weil sie sich nicht bewegen und viel zu viel Zeit vor dem Fernseher oder der Spielkonsole verbringen. „Unsere“ Kinder und Jugendlichen, das sind die Kinder der westlichen Gesellschaften. Das sind diejenigen, die nicht am Hunger, aber trotzdem vor ihrer eigentlichen Lebenserwartung sterben, und zwar an den Krankheiten, die sie sich schon in jungen Jahren mit Pommes und Chips beim Computerspiel heranzüchten. Wir befinden uns in einer Zeit, in der Kids unter Alterszucker leiden!

Fettsucht unter Kindern und Jugendlichen hat epidemische Ausmaße angenommen: ca. jeder Fünfte ist übergewichtig. Verminderte Lebens- und Berufschancen und damit viel persönliches Leid sind die Konsequenzen. Wer trägt dafür die Verantwortung?

Immer drängender stellt sich die Frage nach den gesellschaftlichen Kosten fettleibigen Generation: Bereits jetzt werden beträchtliche Mittel der nationalen Gesundheitsbudgets zur Bekämpfung der Fettsucht aufgewendet. Eine Explosion der Kosten droht.

Edmund Fröhlich, Gesundheitsmanager im privaten Klinikbereich, und die Journalistin Susanne Finsterer analysieren in ihrem Buch „Generation Chips“ ohne Scheuklappen die bevorstehende Fettsuch-Epidemie und fordern politische und strafrechtliche Konsequenzen:

Um die Fettsucht-Epidemie einzugrenzen haben Edmund Fröhlich und Susanne Finsterer folgenden Forderungskatalog zusammengestellt:

• Verpflichtende Ernährungsberatung während der Schwangerschaft

• Die Einführung des Schulfachs „Gesundheitskunde“ in der Grundschule (mit dem Schwerpunkt „Ernährung“)

• Die schulische Erziehung zum Trinken von Wasser. Wasser sollte auch während des Unterrichts getrunken werden

• Die Kontrolle von Essen in Kitas und Ganztagsschulen nach gesundheitlichen Mindestanforderungen, die sich z. B. am Fettgehalt orientieren

• Die Erweiterung des Schulsports (hier könnte man jeweils zwei Jahrgangsstufen zusammenpacken und verschiedene Sportarten zur Wahl anbieten, damit Übergewichtige nicht stigmatisiert werden und sich zumindest eine Sportart aussuchen können, in der sie sich am ehesten zurechtfinden)

• Die Ergänzung des Schulsports um Fördergruppen, die stadtteilbezogen unter kommunaler Verantwortung angeboten werden müssen und von den Kinderärzten verpflichtend vermittelt werden

• Die Wiedereinführung schulmedizinischer Untersuchungen im zweijährigen Rhythmus. Übergewichtige Kinder müssen sich von da an quartalsmäßig zusammen mit mindestens einem Elternteil beim Kinderarzt einfinden

• Die Aufnahme der Ernährungsberatung durch Kinderärzte bereits bei Feststellung des Übergewichts

• Die Sensibilisierung und umfassende Aufklärung der Kinderärzte (z. B. durch verpflichtende Fortbildungen), damit gewährleistet ist, dass die fettsüchtigen Kinder durch den Kinderarzt an das Jugendamt überstellt werden, wenn über einen langen Zeitraum hinweg die Eltern erkennbar die
Unterstützung bei der Gewichtabnahme verwehren

• Die Sensibilisierung zur aktiven Einbindung der Straftatbestände „Unterlassene Hilfestellung“, „Vernachlässigung“ und „Kindesmisshandlung“, wenn sich unter Obhut des Jugendamtes die Ernährungssituation in einer betroffenen Familie nicht ändert.

Susanne Finsterer ist am Mittwoch, den 21. März live zu Gast bei Sat1 im Frühstücksfernsehen.

Generation Chips
Von Edmund Fröhlich und Susanne Finsterer
Hubert Krenn Verlag
ISBN-10: 3902532300
ISBN-13: 978-3902532305
Preis: 16,95 Euro


Wirtschaftswoche

http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/slink/did/228560/index.html


Osthessen-News

Beitrag vom 07.02.2007http://www.osthessen-news.de/beitrag_D.php?id=1132521



Osthessen-News

Beitrag vom 11.11.06http://www.osthessen-news.de/beitrag_A.php?id=1129643


Teachersnews

http://www.teachersnews.net/te68/index.nsf/url/433B3F466C37C9E5C12572270039A607


Die Welt.de

http://www.welt.de/data/2006/11/18/1113841.html


gesundheitswirtschaft.info

http://www.gesundheitswirtschaft.info/content/view/2254/78/


Medizin-Aspekte

http://www.medizin-aspekte.de/index.htm?/06/12/ernaehrung/generation_chips.shtml


FÜR SIE

FÜR SIE [39 KB]


Politikportal.at

Grossmann: Ungesundes Essen soll aus Schulkantine verbannt werden
Bessere Kennzeichnung von ungesunden Zutaten bei Lebensmittel

Wien (SK) - "Gezielte Maßnahmen", um das Ernährungsverhalten von
Kinder und Jugendlichen nachhaltig zu verbessern, fordert SPÖ-Kinder-
und Jugendsprecherin Elisabeth Grossmann angesichts aktueller
Untersuchungen zu Essstörungen wie Fett- oder Magersucht, von denen
immer jüngeren Menschen betroffen sind. "Unsere Kinder und
Jugendlichen sollen nicht zur Generation Chips werden, sondern in
einem gesundheitsbewussten Umfeld aufwachsen. Wesentlich in diesem
Zusammenhang ist es, vor allem aus Schulkantinen
gesundheitsschädliche Produkte zu verbannen und stattdessen gesunde
Lebensmittel anzubieten" fordert Grossmann. Um Kindern und
Jugendlichen möglichst früh ein gesundes Essverhalten zu vermitteln,
wäre es sinnvoll, so Grossmann weiter, die Gesundheitserziehung in
Pflichtschulen stärker zu forcieren. ****

Damit KonsumentInnen auch beim Einkauf aktiv auf gesunde
Lebensmittel achten können, müssten außerdem die
Produktkennzeichnungen verbessert und Zutaten wie Fett, Zuckergehalt
oder chemische Zusätze deutlicher auf den Verpackungen angegeben
werden, verlangt die SPÖ-Kinder- und Jugendsprecherin abschließend.
(Schluss) ps/mm
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Tel.: 01/53427-275,
Löwelstraße 18, 1014 Wien, http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493

*** OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER
INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT ***

http://www.politikportal.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20070319_OTS0180


OnLeben Portal

Was Kinder in die Fettsucht treibt

Wer ist schuld an der Moppel-Misere unserer Kinder? Diese Frage beschäftigt längst nicht mehr nur Ernährungsberater. Bereits seit einigen Jahren befassen sich auch Wissenschaftler und Politiker aus aller Welt mit dem Problem der zunehmenden Fettsucht. In Deutschland ist jeder zehnte ABC-Schütze und bereits jeder dritte Jugendliche zu dick, Tendenz steigend. Ein straffes Eingreifen des Staates und notfalls sogar Strafen für uneinsichtige Eltern fordern Edmund Fröhlich und Susanne Finsterer in ihrem Buch "Generation Chips" (Krenn Verlag, 2007). Die junge Generation sei die erste, die "früher sterben werde als ihre Eltern", zitieren die Autoren des Buches eine Warnung amerikanischer Experten. Die Ursachen sind vielfältig, doch eines scheint klar: Die Grundlagen für das spätere Gewicht werden in den ersten Lebensjahren gelegt.


Fast Food und Computer als Ursache
Die direkten Verursacher für die Fettsucht bei Kindern scheinen bekannt: Schlechte Ernährung mit Fast Food und Snacks sowie Bewegungsmangel durch zu viel Fernsehen und Computerspiele werden im Allgemeinen als Ursachen genannt. Doch die Ernährungsaufklärung der letzten Jahrzehnte blieb offenbar wirkungslos. Welche tieferen Ursachen stecken hinter der veränderten Lebensweise und warum bleibt ein Teil der Jugendlichen schlank, während andere zunehmen? Diesen Fragen gehen die Autoren Finsterer und Fröhlich differenziert auf den Grund.

Arme Kinder = dicke Kinder?
In den ersten Lebensjahren tragen vor allem die Eltern die Verantwortung für die Erziehung ihrer Kinder. Statistiken belegen, dass Jugendliche aus sozial schwächeren Familien im Schnitt häufiger übergewichtig sind als Kinder aus besser gestellten Familien. Offenbar sind nicht alle Eltern der Aufgabe gewachsen, ihrem Nachwuchs einen vernünftigen Weg durch den Dschungel aus Fast Food, TV und Computerspielen zu zeigen. Die Eltern, so das Credo der Autoren, haben zwar nicht die alleinige Schuld an der Fettsucht. Aber sie sind die Einzigen, die die stetige Gewichtszunahme ihrer Kinder verhindern könnten. Einige schaffen dies nicht, andere wollen es auch nicht. An dieser Stelle, so fordern die Autoren, müsse der Staat eingreifen, um diese "perfide Form der Misshandlung" zu verhindern.

Strafen für uneinsichtige Eltern
Neben Aufklärungsmaßnahmen in Schulen und Kindertagesstätten fordern Finsterer und Fröhlich Kontrollen, zum Beispiel durch schulmedizinische Untersuchungen in zweijährigem Rhythmus. Übergewichtige Kinder sollten stärker überwacht werden und sich einmal pro Quartal mit einem Elternteil beim Kinderarzt einfinden. Verweigern die Eltern die Unterstützung bei der Gewichtsabnahme, so die Autoren, sei dies "eine Form von Vernachlässigung und damit ein Straftatbestand". Wie bei anderen Formen der Misshandlung solle dann das Jugendamt eingreifen können.

http://www2.onleben.t-online.de/dyn/c/10/64/38/72/10643872.html



04/2007 Sat1

04/2007: Sat1 17.30 live

April 2007: Sat1 17.30 live sprach mit Edmund Fröhlich, Klinikmanager im Gesundheitswesen.

zum Video


08/2007 ZDF Mittagsmagazin

15.08.2007, ZDF Mittagsmagazin

Manuela will abnehmen: Manuela ist 13 Jahre alt und mit 97 Kilo viel zu schwer. Jetzt will sie in der Spessart-Klinik Bad Orb, in der es spezielle Abspeckkurse für Kinder und Jugendliche gibt, abnehmen. Das ZDF Mittagsmagazin begleitet Manuela bei ihrem Aufenthalt in der Klinik. (Dauer: ca. 2:48 min)

zum Video


hr Stadtgespräch

hr Stadtgespräch: "Rauchen, schlemmen, rasen - Ruinieren Genusssüchtige das Gesundheitssystem?"

Das hr Stadtgespräch mit dem Thema "Rauchen, schlemmen, rasen - Ruinieren Genusssüchtige das Gesundheitssystem?" beschäftigt sich diesmal unter anderem mit der Frage: "Rund und ungesund - Müssen Dicke mehr zahlen?" Das hr Stadtgespräch wurde aufgezeichnet in der medinet Spessart-Klinik Bad Orb. In diesem Ausschnitt sehen Sie das Interview mit Edmund Fröhlich, dem Geschäftsführer der medinet Spessart-Klinik. (Dauer: ca. 2:30 min)

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